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Seine Stiefel waren verdreckt und feucht durch den
Schlamm, doch die Abenteuerlust war stärker als
das Gefühl von nassen Füßen. Er grinste.
Vor sich sah er einen kleinen, schmalen Waldweg,
auf den er sich begab. Rechts und links waren nur
Bäume und kleine Büsche, der Waldweg war steinig,
musste also auch irgendwohin führen.
Eine Woche ist er nun unterwegs gewesen, seine
Vorräte waren leer, der Hunger quälte ihn.
Er schoss einen Stein hinfort. Im Wald hallte es,
wie in einer großen Halle. "Hallo Echo!" es hallte.
Wieder fühlte er sich alleine.
"Irgendwo muss es doch ein Dorf geben, verdammt!"
er fluchte und tat dies noch längere Zeit.
Nach einiger Weile wurde es wieder dunkel.
Die Sonne verschwand hinter dem Horizont.
Die Bäume warfen lange Schatten auf den Weg.
Ihm wurde mulmig und ein Hauch Furcht überkam ihn.
Nach einer Weile vernahmen seine Ohren ein Plätschern.
Ein Bach? Er hoffte es, denn er war durstig.
Mit letzter Kraft lief er ein Stück schneller und erblickte
hinter der Kurve eine kleine Holzbrücke, die über einen
kleinen Bach führte. Unter ihr lagen riesen Steine,
am Rand war alles matschig und nass.
Er kletterte am Rand der Brücke runter zum kleinem
Ufer und hielt seine Hände hinein. Es war eiskalt,
sodass es sich anfühlte wie tausend kleiner Nadelstiche,
die tief in die Haut fuhren. Gierig trank er.
Das Wasser Fluss langsam in seinen Körper,
es fühlte sich Energieweckend an.
Zufrieden grinste er, und hielt seine leere
Metflasche in den Fluss um sich wenigstens etwas Vorrat
zu arrangieren.
Doch etwas fehlte noch... Ein gut gedeckter
Tisch mit einem leckerem Hähnchen und Kartoffeln.
Sein Magen knurrte lauter als jeder Wolf.
Er entschied weiter zu reisen und zu hoffen,
dass er bald ein Dorf finden würde.
Seine Schritte donnerten auf der Holzbrücke,
doch der Hunger war so stark, dass ihn selbst
die labilität der Brücke nicht interessierte.
Einige Schritte später übernahm der Hunger ihn
und er brach zusammen.

Durch das Knistern des Feuers im Kamin
wachte er auf. Das Feuer schlängelte sich in die Höhe,
machte Figuren, die nur Bruchstücke von Sekunden
anhielten und sich dann veränderten... Und veränderten.
"Wo bin ich?" murrte er und strich mit der Hand über seine
Stirn. Durch ein Fenster, dass direkt neben dem Bett war,
auf dem er lag, schaute er nach draußen.
Es regnete in strömen und es waren bloß Bäume zu sehen,
die sich hin und wieder im Blitzlicht zeigten.
"Du bist endlich erwacht." sprach eine Stimme.
Einen Moment benötigte er, um sie zu registrieren.
Er drehte seinen Kopf vom Fenster weg und
schaute in die Richtung, aus der die Stimme kam.
Eine Gestalt war im Türrahmen zu sehen.
Es war eine Frau. Sie hatte langes dunkles Haar,
volle Lippen und tiefe, klare Augen in denen sich das Feuer
aus dem Kamin spiegelte. Gehüllt in einem langem
schwarzem Kleid mit tiefem Dekolleté, welches ihre
wohlgeformten Busen zum Vorschein brachte.
Seine Gedanken waren geblendet, geblendet von der
Schönheit jener Frau, die dort nur knappe zwei
Meter von ihm entfernt stand. Sie trat näher und
setzte sich neben ihn auf das Bett.
"Wer bist du?" fragte er. "Und wie komme ich hierher?"
Sie legte ihre Finger sanft auf seinen Mund. "Langsam..."
Sie griff neben sich, auf das kleine Nachttischen,
das neben dem Bett stand und hielt ihm es vor das Gesicht.
"Das ist Honigwein, selber gemacht, ich erzähle
dir währenddessen, was passiert ist, während
deiner geistigen Abwesenheit." Er nahm das Glas und
trank einen Schluck. Es schmeckte lecker und wärmte
sein Inneres. "Ich habe dich bei der Brücke gefunden.
Du lagst reglos da. Nichts half, ich spritzte dir kaltes
Wasser ins Gesicht, doch du zeigtest keine Reaktionen.
Nur weil dein Herz noch klopfte, nahm ich Dich mit zu mir
um Dich zu versorgen, mit der Hoffnung, dass du aufwachst,
wie es jetzt passiert ist." Sie strich durch sein Haar.
"Aber wer bist du denn?" fragte er nochmal.
"Ich bin Niemand, wurde von den Dörfern, in denen ich
lebte verstoßen, weil niemand mit dem 'Fremden'
in mir zu recht kam." sie senkte den Kopf.
"Was meinst du?" fragte er. Sie antwortete nur:
"Ich erzähle es dir vielleicht, wenn es Dir besser
geht, esse erstmal etwas."

Die geheimnisvolle Dame konnte gut kochen, das Essen
schmeckte einfach wunderbar. Die gebratenen Pilze,
die auf dem Teller Lagen, sahen aus wie kleine Bälle.
Neben ihnen war etwas Rotkohl und ein Stück leckeres
und saftiges Fleisch. Es schmeckte nach Schwein.
Wie sehr er das doch mochte.
Diese Frau ist nicht nur wunderhübsch, sondern kocht
auch wie ein Gourmet, dachte er.
"Mein Name ist Neburhex, ich lebe hier im Wald nun
seit einigen Jahren." Er blickte vom Teller hoch, das
Essen füllte seine Wangen, er sah aus wie ein Backenhörnchen,
sie musste lachen. Schnell kaute er um es runter zu schlucken.
Sie sprach weiter: "Ich musste als Kind sehr hart auf dem
Feld mit meiner Mutter arbeiten, Wäsche waschen und
hatte niemals Zeit für mich selbst, ausser Nachts."
Kannte er das nicht von irgendwoher?
"Mein Name ist Arvandor..." Er blickte in ihre Augen.
"Mir erging es ebenso, ich musste Holzhacken und meinem
Vater helfen, bei allem." Er steckte die Gabel in das Fleisch
und schnitt noch ein Stück ab. "Was machst du denn
hier im Wald?" sie strich sich eine Stähne aus dem Gesicht.
"So ein junger Mann wie du ist doch eigentlich verheiratet
und lebt mit der eigenen Familie zusammen." Er schluckte
und sprach: "Familie? So etwas habe ich nicht... Nicht mehr.
Im Dorf bewarfen mich die anderen mit Dreck und die
Mädchen fanden mich einfach nur komisch. Ich schaute
immer zu, wie andere glücklich wurden und heirateten."
Er putze sich den Mund mit einer Serviette ab, die neben dem
Teller lag. "Ich lief weg um nach Norwegen zu reisen,
für einen neuen Anfang."
Ihre Augen öffneten sich weit. "Nach Norwegen?
Dort wollte ich auch eines Tages hin, doch ich habe zu viel
Angst dorthin zu reisen. Die Wälder dorthin sind sehr gefährlich.
Erst vor kurzem hörte ich, wie die Diebe sich unterhielten,
als ich beim Pilze sammeln war. Sie rauben Wanderer wie
dich aus und töten dich dann." Ihr Blick drückte Sorgen aus.
"Ich will nach Norwegen, so naiv es auch klingen mag,
ich will mein Ziel erreichen, für mich alleine!" er klang erböst.
"Es ist aber gefährlich, sage nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!"
sprach sie.
"Ich danke dir, aber ich werde meine Meinung nicht ändern.
Es ist ein Traum, den ich verwirklichen möchte!"
Nachdem er dies sagte, schaute sie ihn nur an, sie war
fasziniert von seinem Wagemut und der Entschlossenheit.
"Setzen wir uns doch vor den Kamin, es ist kalt."
sagte sie und stand auf. Er folgte.
Das Haus war klein, über dem Kamin hing ein Geweih,
wahrscheinlich war es schon sehr alt.
Sie saßen sich nebeneinander auf eine Decke vor den Kamin.
"Darf ich dich begleiten?"
Fragte sie und schaute ihm in die Augen.
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